Vom Schreiben und gelesen werden

Neulich las ich in einem anderen Blog die Überschrift ‚Bücher sind nur dicke Briefe an Freunde‚ und erinnerte mich sogleich wieder an ein Gespräch mit meiner Therapeutin, kurz nachdem ich meine Kurzgeschichte fertig gestellt hatte.
Ich fasste das kleine Buch als einen Liebesbrief an eine Unbekannte und das Leben zusammen. Nun ist dieser Liebesbrief schon reichlich ein Jahr im Netz verfügbar und hat, zumindest auf legalem Wege – die Verbreitung in den schwarzen Kanälen interessiert mich nicht, lediglich eine zweistellige Leserschaft erreicht unter der zwar immerhin Eine war, die meinte sich von den Zeilen angesprochen zu fühlen. Wohin das Ganze führte, ist bestens bekannt – ‚Ich bin zu anders!
Also gehe ich davon aus, dass ich die Richtige einfach noch nicht erreicht habe, auch wenn ich ehrlich sein muss, dass ich mir keine große Hoffnung, und/oder Illusion mache, sie zu erreichen. Das Feedback der Frauen aus meinem Umfeld zum Buch ist zwar durchweg positiv, doch bleibt ein Feedback meiner unbekannten Leserschaft aus.
Schade, aber nach dem Prinzip der selektiven Wahrnehmung und dem Hang der Menschen sich eher zu beschweren, als zu loben, vielleicht auch ein gutes Zeichen.

Gestern habe ich dann nach einer Ewigkeit, nach Jahren, mal wieder den Bleistift in die Hand genommen und mir nicht nur wirre Notizen gemacht, sondern mich daran versucht, eine Zeichnung zu Papier zu bekommen, die ich seit langer Zeit im Kopf habe. Ich wollte das Taschenbuch doch wenigstens um ein paar Illustrationen bereichern, doch muss ich mir selbst eingestehen, dass ich, selbst wenn ich mal welches hatte, nun recht talentfrei bin, wenn es um die Führung eines Stiftes zum Zeichnen geht.
Für ein paar Konzepte reicht es jedoch und mit ein wenig mehr Übung, erfülle ich vielleicht doch auch beim Zeichnen irgendwann meinen Anspruch. OK, das ist eine sehr optimistische Übertreibung!

Ich wollte auch schon vor ein paar Wochen eine Bilanz nach einem Jahr Amazon KDP ziehen, aber für diese Bilanz fehlt es mir noch an der Struktur und sicher an mehr Inhalt, als dem Wenigen, was ich zur Zeit habe. Ursprünglich wollte ich eine eigene Interpretation zu den beiden Geschichten schreiben, aber das überlasse ich doch lieber der Leserschaft selbst. Selbst denken, fetzt!
Ein paar Zeilen zur Motivation möchte ich dennoch an die Printversion hängen, doch bin ich mir auch an dieser Stelle noch nicht sicher, in welchem Umfang ich ergänze.

Genug davon! Ich werde noch ein wenig am Liebesbrief an die Unbekannte arbeiten und weiter mit mir ringen, ob ich nicht vielleicht selbst noch einmal die Initiative ergreife, sie aktiv passiv über eine Anzeige zu suchen. Immerhin kostet so eine Anzeige kein Geld und im richtigen Forum oder Portal, generiert sie an einem Tag mehr Klicks, als beide Kurzgeschichten zusammen in einem Jahr.

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