Grade schaut keine(r)!

Also versuche ich mir mal wieder ein wenig Text aus den Fingern zu saugen.

Ich habe nicht so wirklich eine Ahnung was los ist, aber zur Zeit fehlt mir nicht nur die Muse zum Schreiben, sondern auch der Kopf dazu.
Nach dem ganzen Ärger um die Bewerbung ums Studium befinde ich mich nun in einem Schwebezustand. Ich denke so muss sich Schrödingers Katze in dessen Experiment vorkommen – tot und lebendig.

Ich sehe mich wieder und wieder mit dem Umstand konfrontiert, dass im Leben nichts nach Plan läuft. Angeblich sind nur die wenigsten Entscheidungen die man trifft wirklich endgültig. Das stimmt jedoch nur zum Teil. Auch wenn man sich irgendwann wieder umentscheidet, so hinterlässt jede Entscheidung Spuren in der Vita, seien diese Entscheidungen nun gewollt getroffen, oder nicht. Eben solche Spuren hinterlassen auch die Entscheidungen die andere Menschen für eine selbst Treffen, selbst wenn diese nur Folge der eigenen dummen Entscheidungen waren.

Eine Verurteilung. Ein Aufenthalt im Krankenhaus. Der Aufenthalt in der Psychiatrie. Die Suche nach Hilfe in einer Klinik. Das alles kann Jahre her sein und kann doch nachhaltig das eigene Leben versauen.
Während man in diesem Land nach einem Mord schon nach 15 Jahren als rehabilitiert gilt und, so keine anschließende Sicherungsverwahrung angeordnet wurde, wieder auf freiem Fuß ist, kann der harmlos Aufenthalt in der Klappse, weil man mit sich selbst nicht klar kam, das Berufsleben schon erheblich aus dem Gleichgewicht bringen, zumindest dann, wenn man in den Staatsdienst treten will.
Aus diesem Grund darf ich nun also auch weiterhin zittern und bangen, ob meiner zugesagten Einstellung wirklich stattgegeben wird.

Auch sonst kann ich nicht sagen, dass die Dinge grade so laufen, wie ich mir diese vorstelle und das hat nichts damit zu tun, dass der schon vor Wochen fest eingeplante Lottogewinn von 90.000.000€ einfach nicht eintritt.
Ich erhalte seit ein paar Wochen wieder öfter Anfragen einiger Frauen (und auch von Männern, die kommentarlos im Müll landen), die sich von meiner Art angesprochen fühlen und sich mir unterwerfen wollen. Meist verlaufen sich diese Kontakte aber recht schnell im Sand, wenn ich deutlich mache, dass ich nicht nur selbst Switcherin bin, sondern auch noch keine Wunschzetteldomse, wenn man mich schon für sich gewinnen kann. Für die, für die das Switchen nicht schon ein Ausschlusskriterium ist, weil sie selbst nur empfangen, aber nicht geben können/wollen, ist spätestens dann der Ofen aus, wenn ich ihnen klar mache, dass ich zwar sehr gern auf ihre Wünsche eingehe, mich aber auch selbst verwirklichen will – ergo so Tabus wie Windeln einfach nicht passen.
Ein paar Damen schreckt auch das nicht ab, doch merke ich mich selbst recht bald an meinen Grenzen. Dieses Spiel mit meiner eigenen Dominanz und meiner Lust am Quälen, setzt nicht nur Sympathie voraus, sondern auch eine gewisse Nähe und für mich noch viel schlimmer, weil unerreichbar, den eigenen Ausgleich.
Für Nähe und Ausgleich wurden mir auch schon stattliche Summen geboten, doch ist das nichts für mich. Diese Form der Dienstleistung ist einfach nicht mein Fall, vor allem weil die großzügige potentielle Spenderin gegen so manche meiner eigenen Prinzipien verstoßen hat und noch mehr wollte.
Schon wissend, dass ich auch dort keinen Ausgleich finde, befinde ich mich dennoch grade im Kennenlernen und im Aufbau einer Freundschaft zu einer Sub. So weit so gut. Sie ist offen, herzlich und auch wenn sie hier und da ein wenig eine Zicke ist, ist sie eigentlich ganz nett und niedlich.
Leider bringt mit jeder Schritt, den ich auf sie als Domse zugehe, auch wieder einen Schritt in den Schmerz gegenüber meiner eigenen Sehnsüchte und Verlangen. Also wollte ich vorbeugen und mir den Ausgleich selbst suchen. Ich war in diversen offenen Foren unterwegs, habe mir mit Leuten geschrieben und auf Anzeigen geantwortet. Auch wenn man sich eingangs gut verstand, war das Ergebnis am Ende immer das gleiche und dabei war es egal, ob man sich mit Mann oder Frau schrieb. Bist du trans, bist du weitgehend uninteressant (wenn nicht gar abstoßend u.Ä.) und wenn doch, dann bist du nicht interessant, als Mensch,m sondern als ‚Trany‚ und wirst darauf reduziert, worauf ich auch keine Lust habe. Vor allem, wenn mir da so diverse Dinge wieder hoch kommen, die diese Herren so forderten, oder als Vorstellungen hatten. Sorry, aber bei fremder Scheiße ist dann selbst meine Grenze erreicht und ihr könnt mir glauben, Praktiken mit Kot, waren da echt noch die umgänglicheren, die ich zu lesen bekam, bevor ich meinerseits die Segel strich, das Handtuch warf und abbrach!

Ich denke, es macht keinen Sinn sich hier noch weiter auf eine Suche zu versteifen. Ich sehe wie es wird, wenn ich hier weggekommen bin. Vielleicht laufe ich dann ja einmal der Richtigen über den Weg.

Das soll es für den Moment nun auch schon wieder gewesen sein. Ich habe noch zu tun und nur äußerst wenig Lust dazu.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s