Muss mir immer etwas einfallen?!

Nein!

Es ist unglaublich befreiend, einfach vor dem Rechner zu sitzen und Musik zu hören. Wirklich! Ich habe grade, sicher nicht lang – bestimmt nur ein paar Minuten, einfach nur da gesessen und Igorrr gehört. Ich habe über nichts nachgedacht, nichts bedeutsames gelesen und mir auch nichts angeschaut, einfach nur abgeschaltet. Es ist wirklich erstaunlich, wie dieses, oberflächlich betrachtete, Chaos mit beruhigt.

Es gab und gibt Einiges zu beruhigen, doch hat nun mein Kopf wieder die Oberhand und die Cheffin an den Hebeln, bombadiert mich mit Gedanken.

Seit mindestens gestern geht mir wieder durch den Kopf, wie bezeichnend es ist, dass ich lieber in der Welt meiner Bücher lebe, in ihnen fühle und sogar Glück finde, obwohl die von mir erschaffenen Szenarien düster bis traurig sind und kein gutes Ende nehmen. Dennoch bieten sie hier und da einen Hoffnungsschimmer, finden meine Protagonistinnen Liebe und Akzeptanz und sind auch nicht allein, wenn sie den wichtigen und wohl größten Schritt nach dem Coming Out gehen.
All meine Ängste, meine Hoffnungen und (Alb-)Träume so ungefiltert und nicht in so viel Arschloch verpackt, dass ich mich einfach wohler im Leben der anderen fühle.

Interessanterweise ist es das Arschloch, das ich im Netz ((teils)ungewollt) bin, das bei einem bestimmten Schlag Frauen im Netz immer wieder Anklang findet. Ich bekomme dann regelmäßig regelrechte Loblieder auf meine Art gesungen. Was für eine Frau geht so weit? Raten wir doch einmal ein wenig ins Blaue hinein!
Lassen wir das scheiß Gerate! Sie ist, in der Regel, devot, nicht die hellste Kerze im Leuchter und nach meinem persönlichen Geschmack eher II. bis III. Wahl, wenn ich Menschen in dieser Form kategorisieren müsste.
Da ist es wieder, das Arschloch! Ich behandele Leute von oben herab, um sie mir vom Leib zu halten, doch funktioniert das nicht. Ausgerechnet da klappt es nicht! [Wutentbrannten Gesichtsausdruck einfügen] Um so arroganter ich mich gebe, um so breiter wird die Schleimspur zu meinen Füßen. Warum?! Ich habe mich als Switcherin, also sowohl Sub, wie auch Domse (unter gewissen Umständen) in einer Gruppe zu erkennen gegeben. Ich habe mich auch gleich mit einer Professionellen angelegt, aber dazu später vielleicht mehr. Nun habe ich jedenfalls wieder so einen beschissenen unnahbaren Ruf und die Verzweifelten, also richtig Verzweifelten, fliegen nun auf mich und schreiben mich unterwürfig an. Ich hasse das! Kann man sich denn nicht auf Augenhöhe kennenlernen, ohne Arschkriechen und Beknien?! Laut der Professionellen: nein! Das ist nicht standesgemäß. Laut meinem Hintern [Furzgeräusch hier einfügen]!
Mir geht dieser Umgang so auf die Euter, dass die Milch nicht nur sauer wird, sondern auch flockt! Vor allem, wenn man bedenkt, dass ich mich selbst bei all dem Gekrieche irgendwie belästigt, herabgewürdigt und ziemlich reduziert fühle!

Zur blöden Pro-Fin-Domse: die ist blöd!

Zurück zum Lesen und Schreiben! Auch wenn ich es spätestens in der Vierten Geschichte ändern wollte, habe ich in den ersten 3 Geschichten bewusst, oder vielleicht auch unbewusst, viel auf dem Thema Transsexualität herum geritten. Die Gefühle, die Leiden, die Widersprüche die ich selbst mit mir trage. Alles so ungefiltert, dass es wirklich immer wieder weh tut, wenn ich es lese. Wen wunderts? Auf dem digitalen Papier ist der Schritt zur OP so wunderbar einfach. Klar, die Charaktere haben Angst, aber sie sind dank meiner unglaublichen Kreativität nicht allein bei diesem schwersten aller Schritte. Ich bin es, ich weiß nicht, wie ich und wann ich ihn endlich gehen werde, weiß ich doch nicht einmal, wie es mit mir weiter geht, wie ich in einem halben Jahr versichert bin und wo ich meinen Lebensmittelpunkt haben werde.

Du bist doch selbst weder Mann noch Frau!

Als ich diesen und ähnliche Kommentare, Kraft meiner faschomäßigen Alleinherrschaft, auf YouTube bekam und als Spam löschte und mir wünschte, der 13 Jährige Bettnässer hätte es mir ins Gesicht gesagt, damit ich dieses, seines, in einen Tunnel verwandeln könnte, bevor ich rülpsend, mir am Arsch kratzend ein Bier auf machte und im Röckchen davon spazierte, dachte ich nur so: „Fick Dich!“
Im Grunde ist diese Aussage zwar wenig hilfreich und gleich Null konstruktiv, wenn es um die politische Wahrnehmungen der LGBT-Szene und Ähnliches geht, aber irgendwie kann ich doch einen gewissen Wahrheitsgehalt nicht abstreiten. Nicht einmal wenn ich mit Kernseife schruppe, werd ich ihn los! Von wegen nur hinter den Ohren richtig waschen!
Wie letztens schon angeklungen, leide ich wieder sehr unter meiner Stimme… und meinem Kreuz… und meinen Oberarmen… und meinen Schultern und Nacken… und meinem breiten Kiefer… und das wars auch schon.
Klar, ich kann mir extrem viel Mühe beim Sprechen geben, und mich irre verstellen, aber dann rede ich, als hätte ich aktuell einen Schlaganfall im Anfangsstadium, oder als würde ich mich von einem erholen. Es strengt irre an und irgendwie war es mir schon immer wichtiger, Energie darauf zu verwenden, was ich sage, nicht wie ich es sage. Ich könnte sicher voll so Marilyn-like das Wort Wichser ins Gesicht eines Versagers hauchen, der mich als Sub als sein Freiwild ansieht, ich könnte aber auch mein (durchaus bedrohliches) Leck-Mich-Am-Arsch-Stimmchen auspacken und dem Wichser noch in einer ultra radikal feministischen Tirade erörtern, was er sich selbst und seine Mutter, die ihn mutmaßlich zu einem solchen frauenfeindlichen Schwächling gemacht hat,  alles Mal kann! Ich find‘ letztere Option irgendwie spaßiger und vor allem eingängiger, ins Hirn eines solchen Primaten in Hosen.
Aber es sind ja nicht nur solche Situationen, in denen man sinnvollerweise mehr Hirnkapazität auf den Inhalt, als auf die Form legen sollte. Ich will besser nicht wissen, was für eine solche Form ich beim Einstellungsgespräch und beim Vortrag im Vorfeld gemacht habe.

Schau nur, der Sonderling im Kleid ist klug – wenn auch sonderbar!

So, oder so ähnlich muss es gewesen sein! So ist jedenfalls das Feedback, welches ich sonst ernte. Also neben dem, dass ich ein Arschloch bin, auf das Frauen fliegen, die sich wahrscheinlich die letzten Jahre mit Freuden haben von ihrem Mann vor den Kindern verprügeln lassen.

Ich vergesse mich schon wieder und sollte an dieser Stelle schließen. Zu viel Frust, zu viel Ärger und einfach viel zu blank geputzte Nerven!

Ich muss ruhig bleiben, muss mich erden, muss ins Bett, nur um dann wieder grübelnd da zu liegen, irgendwelchen abgedrehten und beängstigenden Mist zu träumen und früh schlimmer als am Abend aufzuwachen.

Wo ist eigentlich so eine gute Fee, wenn man sie Mal braucht?! Hääää?! Feengewerkschaft?!

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