Gott sei Dank!

Nein, ich habe nicht etwa Verdünnung gesoffen und mich nun mit dem freien Platz zwischen den Ohren der Religion zugewendet, ich habe viel mehr eben (mal wieder) festgestellt, wie verblödet und scheinheilig die Menschen sind, wenn sie sich wieder und wieder an den imaginären Wolkenonkel wenden.

Irgendwo in Hessen gehen beim Ausflug eines Kindergarten 3 von 23 Kindern, im Beisein von 2 Erziehungspersonen verloren. Tragisch, ohne Frage und die Schuld ist an der Stelle weniger bei den Erzieher_innen zu suchen, als bei einer (Firmen-)Politik, die es zulässt, und verdammt noch Eines, auch zu verantworten hat, dass solche Dinge passieren, wenn sie immer weniger Personal für immer mehr verzogene Kinder bereit stellt.

Eine kleine Anmerkung an der Stelle von mir: als ich so ein kleiner Furz war, reichte für eine Schulklasse/ Kindergartengruppe eine Hortnerin/Kindergärtnerin aus, wenn es um Ausflüge auf den Hof oder ins Umland ging. Eine weitere erwachsene Person, in der Regel ein Elternteil, fand sich immer dann, wenn man einmal weiter weg reiste, wenn man den öffentlichen Personenverkehr nutzen musste. Wir waren auch keine kleinen Kindergartengruppen oder Klassen von Grundschülern, wir sind aber auch nicht mit Teletubbies und „Noch mal! Noch mal!“-Mentalität verblödet worden… naja, früher war alles besser, Kinder, Erzieher_innen, Rebellionen, Holzspielzeug.

Ja, und ihr seid rücksichts- respekt- und wertlos, wenn es um jegliche Form von fremden Eigentum geht!

Aber zurück zum Thema: die drei 4-jährigen Damen haben sich also aus dem Staub gemacht und waren über Stunden nicht aufzufinden. Alles in hellster Aufruhr, vor allem die Klugscheißer und Berufsbetroffenen, vornehmlich Frauen, im Internet. Kritik an den Erzieher_innen, Kritik an den Rettungskräften sie nicht zu finden, Kritik wahrscheinlich auch wieder an Frau Merkel.

Als die kleinen Fürze dann endlich wieder gefunden wurden, jegliche Kritik vergessen, dankt man Kollege Wolkenonkel, dass er/sie/es sie, vermutlich persönlich, gesucht und gefunden hat.

Beim Verbummeln der kleinen Popelnascher, war diese Wolkenperson, mit ihrer Omnipräsenz, also nicht als Schuldiger auszumachen, wenn es aber darum geht, dass man sie wieder gefunden hat, wobei ich mir absolut sicher bin, das Auffinden war sehr weltlich, wird das ganze Lob dem lieben Herr/Frau/Wesen Gott zugesprochen.

Sind wir also noch immer gottesfürchtig, oder schlicht im Sprachgebrauch beim letzten Update der wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Thema Entstehung des Universums und Ähnlichen netten Kleinigkeiten, übergangen worden und mit den Amis auch weiterhin auf einer Stufe?

 

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