Vernarbt

Es ist wieder einer dieser Tage, an dem die eigene Existenz auf dem Prüfstand steht. Wo komme ich her? Wo gehe ich hin? Was will ich erreichen und wie realistisch ist dieses Ziel, sind diese Ziele ?

Beladen mit Zweifeln erkenne ich das eigene materialistisch geprägte Denken und überlege, ob ich einfach nur gierig bin, oder ob gewisse Dinge einfach als Basis vorhanden sein müssen, damit es weiter geht. Auto, Wohnung, Sicherheit, Freiheit – Alles Dinge, für die man einen gewissen Betrag in der Rückhand halten sollte, auch wenn einige Klugscheißer sicher anmerken würden, dass man kein Geld braucht, um frei zu sein. In der Regel sind dies Leute, die genug haben, schon immer hatten und dazu nie etwas beigetragen haben.
Für mich gehört zu meiner Definition von Freiheit auch, einfach einmal etwas entscheiden zu können, ohne erst zu prüfen, ob ich dafür am Ende, nicht mehr genug auf dem Esstisch habe, weil ich einfach einmal ans Meer fahren wollte.
Das Meer… auch dieses Jahr wird sich dieser Traum wohl nicht erfüllen und ich werde mich immer mehr von diesem Wunsch entfernen. Dies jedoch zum Preis, dass ich später hoffentlich, so oft und spontan dahin fahren kann, wohin ich will. Einfach einen winzigen Bissen der Freiheit kosten, dessen Geschmack mir meine Liebe damals zeigte und an den die Erinnerung schon so lang verblasst ist.

Ich werde wieder schwermütig, zweifel an mir und meinem Weg und sehne mir erholsamen Schlaf herbei.

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