Der Tag nach gestern…

…klingt auch nicht besser, als ‚The day after tomorrow‚!

Ich habe es nun hinter mir und all die Angst war, wie immer, vollkommen überzogen und unbegründet. Doofe Psychose(!!!), aber ich kann nun von mir behaupten, selbst wenn ich den eigentlichen Grund meiner Reise vermasselt haben sollte, dass ich es geschafft habe. Ich habe für mich selbst einen riesigen Schritt gemacht und eine Normalität an den Tag gelegt, dir mir selbst fast fremd erscheint nach mehr als 12 Jahren Krankheit.

Für alle die mitten in ihrer Angst- und Panikstörung gefangen sind: es wird besser, wenn man nicht aufhört an sich zu arbeiten und wenn man immer wieder erkennt, dass man niemandem einen Gefallen tut, außer sich selbst!
Nur Du musst Dir beweisen, dass Du es kannst und es ist keine Schande, wenn Du es beim zehnten Mal erst schaffst, Hauptsache Du schaffst es und machst weiter!

Ich hatte während meiner Reise sicher ein Dutzend Anflüge von Panik, habe diese jedoch in Sekunden niederringen können und mir selbst Mut gemacht. Ganz klar, war die Zugfahrt sehr anstrengend und auch wenn ich meine Angst ganz gut im Griff hatte, statt von ihr im Griff gehabt zu sein, lagen die Nerven blank und abends im Hotel rollten ein paar Tränen. Nicht aber weil ich verzweifelt war, sondern weil ich einfach fertig war und nicht mehr konnte, ähnlich einem kleinen Nervenzusammenbruch.
Ein Film auf dem Handy, zwei alkoholfreie Jever und bequem im Hotelbett gemacht und man erholte sich recht schnell.

Ich bin stolz wie schon ewig nicht mehr und zum ersten Mal seit dem ich mich erinnern kann, will ich diesen Erfolg nicht mit anderen feiern und mir auf die Schulter klopfen lassen, was ich für eine tolle Hechtin bin, sondern genieße es für mich selbst, in Ruhe und sehe mich nun wieder ganz anders im Spiegel: stärker, sicherer und sogar ein wenig erwachsener, auch wenn ich zugeben muss, dass ich mich wie ein kleines Kind gefühlt habe, als ich in Köln aus dem Zug stieg und plötzlich in einer fremden Stadt stand, hunderte Kilometer von Heimat und Plüschies entfernt.

Ich habe es geschafft, auch wenn die Erholung von diesem Erlebnis sicher noch ein paar Tage in Anspruch nehmen wird. Ich bin müde, die Akkus sind leer.

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