Melancholie

Eigentlich wollte ich nicht schon wieder schreiben. Ich schreibe ohnehin zu viel, lese zu wenig und habe verlernt Gedanken zu einem stillen Abschluss zu bringen, bevor ich sie ausspreche.

Eigentlich sollte ich mich aus meinem Schneckenhaus heraus bewegen und die Sonne genießen, wo ich doch den einen oder anderen Sonnenstrahl wieder am Horizont sehe, auch wenn ich nicht weiß, ob es nicht wieder regnet, bevor er mich erreicht.

Ich sitze hier und kotze mich, um es so ungeschönt auszudrücken, wie ich es pflege, mich auszudrücken, an. Eigentlich kotzt mich alles an. Nichts macht mir irgendwie Freude, obwohl ich wieder sehr aktiv in den letzten Tagen war und mir verbat, sinnlos Zeit an Spiele zu verschwenden. Vielleicht war ich einfach zu aktiv und der Akku ist schon wieder leer. Ich fühle mich leer und traurig, aber auch wütend, auf irgendwen oder irgendwas, in erster Linie wohl aber auf mich selbst. Die Depressionen und Konzentrationsschwäche durchs Androcur haben wieder richtig rein und ich stolpere, renne gegen Türen, schmeiße alles mögliche herunter und meine Hände zittern immer wieder. Für Parkinson bin ich zu jung und habe auch keine Risikofaktoren in der Familie. Scheiß Hypochonder in meinem Kopf!

Durch die Schreiberei die letzten Tage, war ich wieder tief in und so intensiv in eine Welt eingedrungen, dass ich mich selbst noch im Traum in ihr bewegte und an ihr konstruierte.
Ich will Sie endlich finden und an meiner Seite haben – meine Lydia, meine Maja, meine Lizzy, oder welchen schönen Namen sie auch immer trägt. Ich will endlich für Sie da sein, für Sie wichtig sein. Ich fühle mich nicht nur einsam und verlassen, sondern komme mir auch vollkommen nutzlos und ungeliebt vor, so dass es gar nicht auffallen würde, wenn ich nicht mehr da wäre.

Noch nicht! Noch habe meinen romantischen, wenn auch verzweifelten Wunschtraum, den ich erfüllt sehen will: mit dem eigenen Auto auf Achse, niemandem Rechenschaft schuldig, ans Meer, es sehen und so ich den Weg allein und ohne Liebe für eine Lebende im Herzen bestritt, bleibe ich dort, wo auch immer das ist.

Ich fühle mich verbraucht und fehlplatziert…

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